Allgemeine Geschäftsbedingungen
AGB – BraveBeyondMind
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für Seminare, Coaching-/Beratungsdienstleistungen sowie digitale Inhalte
Anbieter:
Ludwig Schillinger – BraveBeyondMind, Coach für mentale Gesundheit & Kommunikation
Schlossgasse 1f, 85120 Hepberg
nlp@bravebeyondmind.com
08456/9760717
USt-Id-Nr.: DE458507998
Stand: 01.01.2026
I. Allgemeines
1. Anwendungsbereich, Begriffsdefinitionen, Rangfolge
(1) Diese AGB gelten für alle Verträge und sonstigen Leistungen zwischen dem Anbieter („Coach“) und seinen Kunden („Kunde“) über
a) Coaching- und Beratungsdienstleistungen (online oder in Präsenz),
b) Seminare/Workshops (online oder in Präsenz), sowie
c) den Verkauf und die Nutzung digitaler Inhalte (Downloads/Streaming),
jeweils auf Grundlage der Leistungsbeschreibung auf der Website des Coaches.
(2) Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nicht, es sei denn, der Coach stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
(3) Individuelle Vereinbarungen mit dem Kunden (einschließlich Nebenabreden, Ergänzungen und Änderungen) haben Vorrang vor diesen AGB, sofern sie in Textform getroffen wurden.
(4) „Verbraucher“ und „Unternehmer“ verstehen sich im Sinne der gesetzlichen Definitionen.
2. Vertragssprache, Vertragstextspeicherung
(1) Vertragssprache ist Deutsch.
(2) Der Kunde kann die AGB vor Vertragsschluss speichern oder ausdrucken.
(3) Der Vertragstext wird vom Coach gespeichert, jedoch nicht automatisch online zugänglich gemacht.
3. Anwendbares Recht, Gerichtsstand
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Für Verbraucher gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts nicht entzogen werden.
(3) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis der Sitz des Coaches.
4. Verbraucherstreitbeilegung (VSBG)
(1) Hinweis gemäß § 36 VSBG: Der Coach ist weder verpflichtet noch bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
(2) Unberührt bleiben gesetzliche Verpflichtungen zur Beantwortung von Verbraucherbeschwerden.
II. Regelungen zu Coaching, Beratung, Seminaren/Workshops
5. Leistungsinhalt, Leistungsbeschränkung, Mitwirkung
(1) Inhalt, Umfang, Dauer, Format (online/Präsenz), Termine, Preise und etwaige Teilnahmevoraussetzungen ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung und/oder der individuellen Vereinbarung.
(2) Der Coach schuldet keinen konkreten Erfolg. Coaching/Trainingsergebnisse hängen wesentlich von der Mitarbeit, Umsetzungsbereitschaft und der individuellen Situation des Kunden ab.
(3) Der Kunde ist verantwortlich, die für die Teilnahme erforderlichen Voraussetzungen (insb. stabile Internetverbindung/Hardware/Software im Online-Format) bereitzustellen.
(4) Der Coach ist berechtigt, Inhalte/Methoden in zumutbarem Umfang anzupassen, sofern dadurch der wesentliche Leistungsinhalt nicht verändert wird (z. B. Austausch einzelner Übungen, Anpassung der Reihenfolge).
6. Abgrenzung „mentale Gesundheit“ in der Außendarstellung – kein Heilversprechen, keine Heilkunde
(1) Die Bezeichnung „mentale Gesundheit“ wird vom Coach im Sinne von Prävention, Selbstentwicklung, Leistungsfähigkeit, Stresskompetenz und Kommunikation verwendet.
(2) Die Leistungen des Coaches sind keine Heilkunde und keine Psychotherapie. Es erfolgen keine Diagnosen, keine Behandlung psychischer Erkrankungen und kein Heilversprechen.
(3) Coaching/Training ersetzt keine medizinische, psychiatrische oder psychotherapeutische Abklärung oder Behandlung. Der Kunde bleibt für seine Gesundheit eigenverantwortlich.
(4) Nicht geeignet sind die Leistungen insbesondere bei akuten Krisen, Selbst- oder Fremdgefährdung oder bei Bedarf nach unmittelbarer klinischer/therapeutischer Versorgung. In solchen Fällen ist unverzüglich professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen (z. B. ärztlicher Notdienst/Notruf).
(5) Der Coach kann eine Zusammenarbeit ablehnen oder abbrechen, wenn nach pflichtgemäßem Ermessen Gründe vorliegen, die gegen eine verantwortbare Durchführung sprechen (z. B. akute Krise, fehlende Mitwirkungsfähigkeit, erhebliche Regelverstöße).
7. Vertragsschluss, Buchung, Bestellvorgang
(1) Buchungen können online (Termin-/Shop-System) oder in Textform erfolgen. Der Kunde wählt verfügbare Termine und bestätigt die Buchung über die bereitgestellte Schaltfläche bzw. durch Annahme eines Angebots in Textform.
(2) Der Vertrag kommt zustande
a) bei Online-Buchung: mit Abschluss des Bestellvorgangs und Bestätigung durch den Coach bzw. durch das Buchungssystem,
b) bei Angebot in Textform: mit Annahme durch den Kunden in Textform,
c) bei individueller Terminvereinbarung: mit Bestätigung in Textform.
(3) Der Kunde erhält eine Buchungs-/Auftragsbestätigung per E-Mail oder im Buchungssystem.
8. Widerrufsrecht (Verbraucher) und Erlöschen
(1) Verbrauchern steht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die Einzelheiten ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung.
(2) Bei Dienstleistungen kann das Widerrufsrecht vorzeitig erlöschen, wenn
a) der Coach die Dienstleistung vollständig erbracht hat und
b) der Kunde ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Coach vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnt, und
c) der Kunde seine Kenntnis bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert.
(3) Bei Terminen, die innerhalb der Widerrufsfrist stattfinden, wird der Coach die erforderlichen Erklärungen (Zustimmung/Bestätigung) im Bestellprozess gesondert einholen.
9. Termine, Verspätung, No-Show, Verhaltenspflichten
(1) Der Kunde erscheint pünktlich zum vereinbarten Termin. Bei Online-Terminen loggt sich der Kunde rechtzeitig ein.
(2) Verspätungen des Kunden gehen zu dessen Lasten; die vereinbarte Endzeit bleibt grundsätzlich bestehen, sofern nichts anderes vereinbart wird.
(3) Der Coach ist berechtigt, Kunden bei erheblichen Störungen, beleidigendem Verhalten, Verstößen gegen Sicherheits-/Hausregeln (Präsenz) oder bei groben Verstößen gegen diese AGB nach Abmahnung von der Veranstaltung auszuschließen; ein Erstattungsanspruch besteht in diesen Fällen nicht, sofern der Ausschluss vom Kunden zu vertreten ist.
(4) Ton-/Bild-/Videoaufnahmen durch den Kunden sind ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Coaches untersagt.
10. Preise, Steuern, Zahlung
(1) Es gelten die jeweils ausgewiesenen Preise. Sofern nicht anders angegeben, sind Preise Endpreise inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer (falls umsatzsteuerpflichtig) bzw. es wird auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung hingewiesen (falls zutreffend).
(2) Die Vergütung ist – sofern nicht abweichend vereinbart – sofort mit Vertragsschluss fällig.
(3) Zulässige Zahlungsarten werden im Bestellprozess angezeigt (z. B. Überweisung, Kreditkarte, PayPal). Bei Nutzung externer Zahlungsdienstleister gelten ergänzend deren Bedingungen.
(4) Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, gelten die gesetzlichen Regelungen (insb. Verzugszinsen, Mahnkosten).
(5) Rechnungen werden in Textform (z. B. per E-Mail) übermittelt.
11. Umbuchung, Stornierung, Rücktritt (zusätzlich zum gesetzlichen Widerruf)
(1) Coaching-Einzeltermine (1:1):
Eine kostenfreie Umbuchung ist bis [48] Stunden vor Terminbeginn möglich. Bei späterer Absage oder Nichterscheinen wird [100]% des Honorars fällig, es sei denn, der Kunde weist nach, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
(2) Seminare/Workshops (Gruppenformate):
a) Bis 14 Tage vor Beginn: kostenfreie Stornierung oder Umbuchung.
b) 13 bis 7 Tage vor Beginn: [50]% Stornogebühr.
c) Ab 6 Tage vor Beginn oder bei Nichterscheinen: 100%.
Der Kunde kann alternativ einen Ersatzteilnehmer benennen, sofern dieser die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt.
(3) Gesetzliche Widerrufsrechte von Verbrauchern bleiben unberührt.
12. Mindestteilnehmerzahl, Ausfall, höhere Gewalt, Referentenwechsel, Kündigung aus wichtigem Grund
(1) Sofern eine Mindestteilnehmerzahl vorgesehen ist, kann der Coach bis 14 Tage vor Beginn vom Vertrag zurücktreten, wenn diese nicht erreicht wird. Bereits gezahlte Entgelte werden erstattet; weitergehende Ansprüche bestehen nicht.
(2) Bei höherer Gewalt oder behördlichen Anordnungen kann der Coach Termine absagen/verschieben oder – sofern zumutbar – auf Online-Durchführung umstellen. In diesem Fall wird ein Ersatztermin angeboten oder bereits gezahltes Entgelt erstattet, sofern keine Durchführung möglich ist.
(3) Der Coach darf Veranstaltungen aus wichtigem Grund (z. B. Krankheit) verschieben oder durch gleich qualifizierte Ersatzreferenten durchführen lassen.
(4) Beide Parteien können aus wichtigem Grund kündigen. Gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.
13. Hinweis zu Fernunterricht/FernUSG (Risikoklausel)
(1) Der Coach erbringt primär Coaching-/Trainingsleistungen. Soweit im Einzelfall Leistungen angeboten werden, die rechtlich als Fernunterricht einzuordnen sein könnten (insbesondere bei strukturierten Lehrplänen und Lernkontrollen), gelten vorrangig die jeweiligen produktbezogenen Hinweise und vertraglichen Sonderregelungen.
(2) Der Coach behält sich vor, Angebote, die einer behördlichen Zulassung/Registrierung bedürfen, nur nach Vorliegen der erforderlichen Zulassung anzubieten bzw. ersatzweise das Angebot anzupassen.
III. Digitale Inhalte (Download/Streaming)
14. Leistungsinhalt, Zugriff, Verfügbarkeit
(1) Digitale Inhalte sind nicht auf körperlichen Datenträgern bereitgestellt. Inhalt und Umfang ergeben sich aus der Produktbeschreibung.
(2) Der Zugriff erfolgt – je nach Produkt – über Download, Streaming oder Account-Zugang. Der Kunde ist für die technischen Voraussetzungen verantwortlich.
(3) Der Coach bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit; Wartungszeiten und Störungen außerhalb des Einflussbereichs bleiben vorbehalten.
15. Vertragsschluss (digitale Inhalte)
(1) Vor verbindlicher Bestellung kann der Kunde Eingaben korrigieren.
(2) Der Vertrag kommt mit Bestätigung der Bestellung und/oder Bereitstellung des Zugangs zustande.
(3) Der Kunde erhält eine Bestätigung in Textform.
16. Widerruf (digitale Inhalte) und vorzeitiges Erlöschen
(1) Verbrauchern steht grundsätzlich ein Widerrufsrecht zu.
(2) Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Coach mit der Ausführung begonnen hat, nachdem der Kunde ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Coach vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und der Kunde seine Kenntnis bestätigt hat, dass er dadurch sein Widerrufsrecht verliert.
17. Nutzungsrechte, Weitergabe, Aufzeichnungen
(1) Alle Inhalte (Videos, Audios, PDFs, Unterlagen, Marken/Logos) sind urheberrechtlich geschützt.
(2) Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für private bzw. interne Zwecke (bei Unternehmern: nur für eigene betriebliche Zwecke), zeitlich beschränkt auf die vereinbarte Zugriffs-/Vertragsdauer.
(3) Untersagt sind insbesondere: Weitergabe an Dritte, öffentliche Zugänglichmachung, Verkauf, Vermietung, Upload in Plattformen/Firmennetzwerke, Vervielfältigung über das vertraglich Erforderliche hinaus sowie jede Bearbeitung/Umgestaltung, soweit nicht gesetzlich erlaubt.
(4) Bild-/Ton-/Videoaufnahmen der digitalen Inhalte und in Live-Formaten sind ohne schriftliche Zustimmung untersagt.
(5) Bei Verstößen kann der Coach den Zugang sperren; weitergehende Ansprüche bleiben unberührt.
18. Laufzeit, Kündigung (Abos/zeitbasierte Zugänge)
(1) Laufzeiten ergeben sich aus der Produktbeschreibung.
(2) Endet die Laufzeit, erlischt der Zugriff auf die vertraglichen Leistungen, sofern nichts anderes vereinbart ist.
(3) Regelungen zu Kündigungsfristen bei Abos ergeben sich aus der jeweiligen Produktbeschreibung.
IV. Schlussbestimmungen
19. Haftung
(1) Der Coach haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
(4) Soweit die Haftung beschränkt oder ausgeschlossen ist, gilt dies auch für Erfüllungsgehilfen.
20. Datenschutz
Der Coach verarbeitet personenbezogene Daten im Rahmen der geltenden Datenschutzgesetze. Details ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.
21. Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die gesetzlichen Regelungen.